Neues aus dem Schokoladen

Da habe ich aber gestaunt: ätherische Öle als Aromastoffe in der Küche sind mir ja durchaus nicht fremd und ich verwende sie regelmäßig. Allen voran natürlich sämtliche Zitrusdüfte, Vanille für Süßes, die Kräuter der Provence in ätherischer Form für mediterrane Gerichte, Lemongrass und Koriander für asiatisch angehauchte Speisen – alles natürlich in winzigsten Spuren. Aber auf die Idee, Ylang Ylang mit Schokolade zu verbinden bin ich trotz aller Experimentierfreude bisher nicht gekommen und war beim Anblick dieser Schokolade auch äußerst skeptisch. Zum Glück hat meine Neugier die Skepsis besiegt und ich habe eines der sinnlichsten Schokoschmeckerlebnisse aller Zeiten hinter mir und muss zu meiner größten Freude auch noch feststellen, dass keine Schokosucht damit ausgelöst wird. Es reicht ein winziges Stückchen um gaaaaaaanz samtigwonnigzufriedenes Wohlsein im ganzen Körper herzustellen – langsamst auf der Zunge zergehen lassen, Augen schließen und etwaige Ablenkungen durch andere Sinnesreize vermeiden! Erwartet hätte ich eher einen seifigen Geschmacksakkord, doch oh Wunder: Ylang Ylang schmeckt nicht raus verleiht aber der Schokolade einen äußerst weichen Charakter, der in Geschmacksnuancen überhaupt nicht zu beschreiben ist außer, dass er genau das Gegenteil der unvermeidlichen Verchilipfefferung des modernen Schokoladengenusses darstellt. Nichts für Kaltduscher und andere hartgesottene Zeitgenossen, würde ich meinen. Die Lavendel-Cranberrie-Kreation ist zwar auch lecker, es überwiegt das säuerliche Cranberriearoma und eignet sich ganz gut als Beigabe zu beerigen Desserts, ist aber kein wirklich neuer Stern am Schokohimmel.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte sie auch interessieren

Wir Freuen uns auf Ihre Anfrage

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Previous
Next