Das Ganze …

..geht weiter, lässt mir keine Ruh. Meldungen über krebsauslösende und krebshemmende Eigenschaften einzelner Inhaltsstoffe ätherischer Öle geben sich in letzter Zeit quasi die Klinke in die Hand. Uns Laienaromaanwendern wird ganz schwindelig dabei! Das Stichwort Krebs hat unglaubliche Signalwirkung: Es löst Angst und Demut bei allen gleichermaßen aus, es macht willig, wenn gesetzliche Maßnahmen den Bürger angeblich vor dieser Krankheit schützen sollen. Krebs gehört für nahezu jeden zur alltäglichen Realität: Am eigenen Körper, in der Familie, im Freundeskreis oder wenigstens in der weiteren Bekanntschaft. Verständlich, allzu menschlich ist das Bedürfnis, in allen Lebensberiechen nach Ursachen für diese leid- und todbringende Krankheit zu suchen. Wer möchte nicht das Vermeidbare vermeiden? Typisch für das mechanistische Weltbild in unserer Gesellschaft ist die Suche nach einzelnen Auslösern – und siehe da sie werden gefunden! Und so kommen bestimmte ätherische Öle ihrer Einzelinhaltsstoffe wegen auf die Abschussliste, nur weil einer der oftmals über hundert vorkommenden Stoffe in isolierter und hochdosierter Form im Labor Krebszellen zum Wachsen gebracht hat! Und dann: Einer der wichtigsten Inhaltsstoffe von Irisöl erweist sich in einer Studie pünktlich zu meinem Iris-Post als hemmend auf das Zellwachstum bei Prostatakrebs! Genaueres dazu steht hier: http://aroma-therapie.blogspot.com/2009/06/duft-gegen-prostatakrebs.html , ein leises Jubeln erstickt mir in der Kehle: Ein Triumph für die Aromatherapie! Oder? Von Herzen wünsche ich jedem Gesundheit und ein langes Leben, der mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert wird! Dafür sind solche Studien bestimmt unerlässlich. Für die Verfügbarkeit ätherischer Öle für uns Laienanwender läuten durch diese vermeintlichen Triumphe allerdings die Abendglocken: Ätherische Öle werden dadurch zu Arzneimitteln, denen eher früher als später eine Abgabebeschränkung per Gesetz auferlegt wird. Ob sie dadruch im klinischen Bereich dann vermehrt zum Einsatz kommen werden, ist angesichts der damit verbundenen Kosten eher fraglich. Welche Nachteile es aber für die Gesundheit derer hat, die sich eigenverantwortlich und vernünftig täglich mit ätherischen Ölen selbst pflegen, es dann aber nicht mehr können, weil ihnen der Zugang vielleicht verwehrt zumindest aber erschwert werden soll, kann leider kaum ermittelt werden. Das absolut günstige Nutzen-Risiko-Verhältnis in der alltäglichen Anwendung ätherischer Öle findet in der öffentlichen Diskussion (soweit eine stattfindet) kaum Beachtung. An diesbezüglichen Studien hat niemand wirtschaftliches Interesse. Deshalb müssen wir medizinischen Laien wissen, was wir mit ätherischen Ölen tun können und wollen, um für ihre Verfügbarkeit kämpfen zu können, wir sind unserer eigene Lobby. Mehr Selbstbewusstsein in der Anwendung ätherischer Öle außerhalb von Klinik und Esoterik sowie ein gerüttelt Maß an Experimentierfreude mit Sinnlichkeit und Verstand, bitte! Iris und Prostata, Maiglöckchen und Sperma – ich hoffe für alle feinen Nasen, dass sich diese Duftassoziationen nicht festsetzen!

P.S.: Hier die Schokoladenseite unserer Birke 😉

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